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Am Freitag startet die ZDF folgende Umfrage:
Die gezielte Sperrung von Internetseiten im Kampf gegen Kinderpornografie ist heftig umstritten. Was halten Sie davon: a) Die Sperrung ist der richtige Schritt oder b) Die Sperrung bringt überhaupt nichts.
Um 19:10 Uhr hatte man nach 147900 abgegebenen Stimmen folgendes Ergebnis:
Dieses für die ZDF so überraschende Ergebnis (was es nun ja wirklich nicht ist) passte wohl nicht ganz in das Konzept und die Meinungsmache vom Sender. Also entschloss man sich die Umfrage kurzer Hand zu löschen. Anscheinend nicht zum Ersten Mal. Es gab schon mal eine Umfrage. Damals ging es um die Frage ob die Türkei in die EU kommen soll. Damals entschieden sich ca. 97% gegen den Beitritt. Auch diese Umfrage wurde kurzer Hand gelöscht.
Wie war das mit der unparteiischen Berichtserstattung?
Quelle: Alles Schall und Rauch
Geschrieben von Stefan Jahn in Kino und TV, Politik, Zensur um 20:43 | Kommentare (0) | Trackbacks (0)
Ich wundere mich schon seit längerem was westliche Firmen alles machen nur um in China Fuß zu fassen. Jeder weiß doch mittlerweile das die Menschenrechte in China mit Füßen getreten werden. Zensur gehört auch dazu. So zensiert China seit längerem logischerweise auch das Internet. Man könnte ja an Informationen gelangen die gegen das Regime sind oder über wahre Hintergründe aufklären.
Nun, Google will auch in China mit seiner Suchmaschine aktiv werden. Beim Start der Suchmaschine in China waren aber folgende Worte zu hören:
"Um in China operieren zu können, haben wir einige Inhalte von den Suchergebnissen entfernt, die www.google.cn zur Verfügung stellt." Als Grund wurden chinesische "Gesetze, Vorschriften und Politik" genannt. - Quelle: heise online
Der Schritt verblüfft doch etwas. Google behauptet ja immer von sich "Don't be evil". Bis vor kurzem konnte man im Help Center von Google noch folgendes unter der Überschrift Does Google censor search results? lesen:
"Google does not censor results for any search term. The order and content of our results are completely automated; we do not manipulate our search results by hand. We believe strongly in allowing the democracy of the web to determine the inclusion and ranking of sites in our search results."
Nun steht dort aber folgendes:
"It is Google's policy not to censor search results. However, in response to local laws, regulations, or policies, we may do so. When we remove search results for these reasons, we display a notice on our search results pages. Please note: For some older removals (before March 2005), we may not show a notice at this time."
Einen hübschen Vergleich was man mit der amerikanischen Google-Suche findet und was die chinesische Variante anzeigt hat Google Blogoscoped aufgestellt.
Die Kritik gegenüber Google regt sich mittlerweile. Studenten-Proteste vor dem Google-Haupquartier haben schon stattgefunden, die Reporter ohne Grenzen haben sich zu Wort gemeldet, der US Senator Chris Smith kritisiert scharf das Vorgehen von Google, Michelle Malkin sammelt in ihrem Blog passende Logos für Google (z.B. ein Google Schriftzug in dem die Buchstaben "o" durch Handschellen ersetzt worden sind) und die Blog-Szene hat das Thema logischerweise auch schon aufgegriffen.
Anderseits brauchen wir gar nicht erst ins Ausland zu gehen um Zensur bei Google zu kritisieren. Wieviele Nazi-Seiten (und andere Themen) werde wohl in Google Deutschland ausgefiltert?
Geschrieben von Stefan Jahn
in Zensur
um
11:50
| Kommentare (0)
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Laut heise online und Golem.de fordert der Politiker Günther Beckstein von der CSU die Wirtschaft auf Lösungen gegen die Bauanleitungen von Bomben und Sprengstoffen im Internet zu finden. Zitat Beckstein:
"Man kann sich Rezepte herunterladen, wie man ohne großen Aufwand sehr schwer nachweisbare Sprengstoffe herstellt"
"Damit braucht man kaum noch chemisches Spezial-Know-how, um extrem gefährliche Sprengkörper herzustellen -- das geht mit Hausmitteln." Dies sei ungeheuer gefährlich, aber schwer in den Griff zu kriegen. Möglicherweise könnten hier Filterprogramme, die sich im Kampf gegen Kinderpornografie als gute Lösung erwiesen hätten, Abhilfe schaffen."
Schmunzeln lässt einen ja schon der Satz "Filterprogramme, die sich im Kampf gegen Kinderpornografie als gute Lösung erwiesen hätten". Welche Filterprogramme meint er? Mir ist bis jetzt noch kein Filter untergekommen der perfekt funktioniert. Und wie soll das mit den Bauanleitungen im Internet funktionieren? Filter mit Schlagworten fallen wohl flach da somit auch jede Zeitung im Internet gefiltert wird. Blacklisten wo die "gefährlichen" Seiten aufgelistet sind, sind ja wohl auch nicht wirksam. Innerhalb kürzester Zeit ziehen solche Seiten um oder es entstehen neue Mirrors. Mal davon abgesehen das man auf solche Seiten immer noch über andere Proxies zugreifen kann. P2P-Netzwerke möchte ich jetzt gar nicht erst erwähnen, ich möchte nicht wissen was man da alles findet.
Aber was will Hr. Beckstein denn dann noch alles verbieten? Etwa sämtliche Chemie- und Physik-Bücher? Jeder der in Chemie etwas aufgepasst hat bekommt sowas hin bzw. weiß wo man sowas nachschlägt. Will er diese Punkte sogar von den Schulplänen streichen? Wie sieht es mit Düngemittel aus? Schliesslich enthät Düngemittel Ammoniumnitrat (Ammonsalpeter) das Hauptbestandteil von gewerblichen Sprengstoffen ist. Bestimmt lassen sich aus etlichen Haushalts- und Putzmitteln auch Sprengstoffe herstellen - hat Hr. Beckstein ja selber angedeutet. Will er den Handel damit verbieten?
Eine kleine Suche im Internet bringt interessantes zu Tage. Auf Wikipedia findet man grob eine Anleitung wie Schwarzpulver hergestellt wird. Dies steht bestimmt in jedem besseren Chemiebuch drin:
"Schwarzpulver besteht aus einer Mischung von 75% Salpeter (meist Kaliumnitrat, seltener Natriumnitrat, das billiger, aber sehr hygroskopisch ist), 15% Holzkohle, vornehmlich aus dem Holz des Faulbaums gewonnen, und 10% Schwefel, welcher absolut säurefrei sein muss.
Die Pulver auf Natriumnitratbasis wurden in Form von Preßlingen hergestellt und mit Bitumen gegen Feuchtigkeit imprägniert. Da sie in dieser Form als Geschützpulver wenig geeignet waren wurden sie vornehmlich im Bergbau verwendet, die eigentliche Bezeichnung lautet Sprengsalpeter.
Salpeter dient als Sauerstofflieferant, Kohlepulver als Brennstoff und Schwefel als Sensibilisierer, damit es bei kleinster Berührung mit Funken zu brennen anfängt.
Diese Bestandteile müssen fein zermahlen und gleichmäßig vermischt werden, wobei jeder Vorgang mehrere Stunden dauert und meistens in einer Pulvermühle geschieht.
Danach wird das Gemisch in so genannte Kuchen feucht verpresst und getrocknet, die wiederum zerstoßen und zermahlen bzw. gekörnt werden. So erlangt man eine höhere Dichte und Abbrandgeschwindigkeit. Zur Vergrößerung bzw. Vergleichmäßigung der Abbrandgeschwindigkeit wurde das Pulver teilweise in komplizierte Formen gebracht. Etwa sechseckige Stäbe mit mehreren Bohrungen, um die Oberfläche während des Abbrandes zu vergrößern.
Das fertige Pulver wird noch getrocknet und kann dann abgefüllt bzw. verpackt werden. Es kann verhältnismäßig lange (luftdicht) gelagert werden."
Wer noch viel mehr Wissen will sollte mal im Anarchy Cookbook nachschauen. Leider gibt es dieses Buch noch nicht auf deutsch. Hier findet man alles: Spielereien mit Kreditkarten, Sprengstoffe, Schlösser knacken, CO2-Bomben, Rauchbomben, Landminen, Einbruch, Nagel-Granaten, ... Das Dokument findet man vertreut im Internet. Dürfte schwer sein für Hr. Beckstein dagegen vorzugehen. Aber dies ist nicht das einzigste Buch, eine interessante Sammlung solcher Bücher findet man auch auf Bombschock.com.
Wer meint sowas findet man nur im Internet, der hat sich geirrt. In vielen Bibliotheken kann man sich das Wissen aneignen. Wer will kann auch entsprechende Bücher bestellen. Hier mal eine kleine Auswahl: Schwarzpulver für Survival - Band 1 Improvisation von Schwarzpulver und ähnlichen Mischungen, Schwarzpulver und Sprengsalpeter, Nitroglyzerin und Dynamit oder Die Sprengstoffe - Ihre Chemie und Technologie.
Wir sehen also, viel Arbeit für Hr. Beckstein. Wissen ist Macht ...
Geschrieben von Stefan Jahn
in Internet, Politik, Zensur
um
22:05
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